Helfen geht ganz einfach.

Häufige Fragen

Natürlich stellt man sich vor einer Blutspende einige Fragen. Deshalb findest Du hier Antworten auf häufig gestellte Fragen. Sollten Dir danach noch weitere Punkte durch den Kopf gehen, kannst Du Dich jederzeit bei den Blutspendediensten in Deiner Nähe informieren.

Ist Blutspenden schädlich für die Gesundheit?

Im Gegenteil. Die Blutmenge, die gespendet wird, ist so gering, dass sie vom Körper schnell wieder ausgeglichen wird. Die Leistungsfähigkeit wird durch Deine Blutspende also in keinster Weise beeinträchtigt. Manche langjährige Spender berichten sogar, dass bei ihnen das Gegenteil der Fall ist.

Kann ich mich durch die Spritzen infizieren?

Manche Menschen haben Angst vor der infizierten Nadel. Keine Sorge: Alle Geräte, die bei einer Blutspende genutzt werden, sind absolut steril und werden nur einmal verwendet. Eine Infektion ist also ausgeschlossen.

Tut Blutspenden weh?

Nein, es gibt lediglich einen kleinen Pieks von einem Arzt oder einer Krankenschwester oder Medizinischen Fachangestellten. Danach läuft alles wie von selbst. Sobald 500ml Blut entnommen wurden, wird die Nadel wieder entfernt – alles schmerzlos und professionell: Du musst Dir also keine Sorgen machen, Du bist während der ganzen Spende in besten Händen.

Und was habe ich überhaupt davon, wenn ich Blut spende?

Das wunderbare Gefühl und einen kostenlosen Gesundheits-Check – ist doch ziemlich viel dafür, dass nur ein wenig Blut auf einer Liege entnommen wird, oder? Die kostenlosen Snacks und Getränke nimmt man dabei natürlich gerne als Sahnehäubchen mit.

Dein Blut durchläuft nämlich verschiedene Untersuchungen, wie zum Beispiel Tests zur Erkennung von HIV und Hepatitis B und C sowie der Blutgruppenbestimmung. Außerdem erhältst du einen Unfallhilfe- und Blutspender-Pass, auf dem alle wichtigen Daten vermerkt sind, wodurch Dir bei einem Notfall schnell geholfen werden kann.

Warum werden mir vorher so viele Fragen gestellt?

Vor jeder Spende erhältst Du einen Fragebogen, den jeder Spender ehrlich ausfüllen muss. Denn dort werden Fragen gestellt, an denen der Arzt erkennen kann, ob für den Spender oder den Empfänger ein Risiko besteht. Zum Beispiel könnte ein Jahre zurückliegender Herzinfarkt eine Bedrohung für den Spender darstellen. Oder eine ­Malariainfektion, die man sich bei einer Reise zugezogen hat, kann noch viele Monate unerkannt bleiben und eine große Gefahr für den Empfänger sein. Es ist wichtig, eine intensive und spezielle Befragung durchzuführen – und noch wichtiger für den Spender, offen und ehrlich auf die Fragen zu antworten.

Wozu ist der »anonyme Selbstausschluss« gut?

Viele Menschen spenden zu zweit, in einer Gruppe – zusammen im Verein, innerhalb der Firma oder mit dem Lebensgefährten/der Lebensgefährtin. Das ist gut so. Für Situationen, in denen jemand vor kurzem das Risiko eingegangen ist, sich mit HIV infiziert zu haben, ohne sich gleich outen zu wollen, hat die Option des anonymen Selbstausschluss.

Dieses Thema wird bei einer Blutspende diskret behandelt. Jeder, der auch nur den geringsten Zweifel hat, kann das durch ­ankreuzen auf einem Formular für das medizinische Personal kenntlich machen und dadurch das Risiko ausschließen, dass ein Empfänger sich infiziert – ohne, dass dabei peinliche Momente ­entstehen. Denn Diskretion ist Ehrensache – auch beim Blutspenden.

Wird an den Blutspenden Geld verdient?

Nein. Durch die Blutspenden dürfen keinerlei Gewinne erzielt werden – eine Tatsache, auf die die Finanzbehörden und die Wirtschaftsprüfungsgesellschaften streng achten. Blut ist und bleibt also ein unersetzliches Gut, das für jeden kostenlos zur Verfügung steht.

Den Krankenhäusern werden lediglich die Kosten angerechnet, die für die Blut­konserven anfallen. Diese Kosten entstehen aus der Blutentnahme, aus der Aufbereitung, daraus, der Untersuchung und dem Transport des Blutes, aus Forschung und Entwicklung und aus der Deckung der Personal- und Materialkosten.

Machen Eigenblutübertragungen fremde Blutspenden nicht überflüssig?

Eigenblut kann nur dann verwendet werden, wenn z.B. eine Operation mehrere ­Wochen im Voraus geplant ist. Die Gesundheit des Patienten muss es dabei erlauben, dass er 2 bis 4 Spenden innerhalb kurzer Zeit durchführen kann. Weil Blut nur kurze Zeit haltbar ist, kann das eigene Blut auch nicht bis zu einem Notfall gelagert werden.

Du siehst: Blutspenden sind unverzichtbar, um auf die häufigen ungeplante Notfälle zu reagieren.

Warum ist es so wichtig, dass sich das Saarland selbst mit Blut versorgt?

Eine landesweite Selbstversorgung garantiert ein Höchstmaß an Sicherheit für jeden ­Empfänger. Jahr für Jahr wird die Blutversorgung durch den unaufhaltsamen demographischen Wandel schwieriger: immer mehr ältere Menschen benötigen Bluttransfusionen – und immer weniger junge Menschen spenden Blut. Überall in Deutschland drohen Blutkonserven künftig ernsthaft knapp zu werden. Als erstes betrifft dies Regionen, die sich schon jetzt nicht selbst versorgen können. Wie das Saarland!